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Helvetisches Schwert aus dem 9. Jahrhundert
Der Knauf ist als siebenspitziger Stern mit erhöhtem kreisförmigen Mittelteil
in Bronze gegossen und sorgfältig poliert. Auf der breiten Angel sind zwei flache, jeweils sechsfach kannelierte, durch drei Messingnieten gehaltene Griffschalen aufgelegt. Kurze, in der Mitte und an den Enden
verdickte Parierstange mit abgeflachter Mittelrippe. Zweischneidige gerade Klinge mit Mittel- und Seitengraten. Länge 77 cm.
Das Schwert wurde Anfang der 1980er Jahre im Genfer Antiquitätenhandel
erworben; als Herkunftsangabe wurde damals eine nicht näher bezeichnete Kirche
in der Südwest-Schweiz genannt, wo es möglicherweise als Votivgabe aufbewahrt worden sein soll. Es unterscheidet sich deutlich von den breitblattigen nordischen Schwertern der karolingischen Zeit. Es handelt sich wohl um eine regional helvetische Formentwicklung, die auf das Gebiet der heutigen Schweiz beschränkt blieb. Diese regionale Begrenzung ist auch der Grund für die große Seltenheit dieses Schwerttyps, der den Endpunkt der Entwicklung der alamannischen Schwerter der Völkerwanderungszeit darstellen könnte.
Auf der Auktion am 12. Dezember 1987 der Mars & Merkur Kunsthandels GmbH
erhielt dieses Schwert den Zuschlag bei 40 000 DM.
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